Montag, 23. November 2009
Mumbai - Dance Nite - Goa
skaui, 14:26h
So, bin jetzt wieder zurück on Campus und hab einiges zu erzählen.
Nach meinem letzten Eintrag gab es zunächst keine Reiseaction für knapp 3 Wochen, es standen Präsentationen, Projekte und Klausuren an gepaart mit einigen on Campus Partys. Habe nun auch schon 2 Fächer komplett hinter mir, in ENVP hat unsere Business Plan Presentation ganz gut gerockt (Pictures gibt’s bald auch) und in DCS hab ich mein Fotoprojekt auch rechtzeitig fertig bekommen – bleiben noch 2 Kurse, die mir in den letzten verbleibenden Tagen noch mal alles abverlangen werden (größere Projekte + Klausur jeweils). Dass schon 2 Kurse abgeschlossen sind, musste natürlich gebührend gefeiert werden – es zog uns (ca 25 Exchange Students) dafür nach Mumbai (Bombay). Dort haben wir 3 Tage lang wahnsinnig gut gefeiert und eine super entspannte Zeit verbracht in den schönsten Bars und Restaurants. Tagsüber haben wir uns ein paar nette Spots angeguckt – besonders interessant fand ich dabei eine riesengroße Grünfläche, auf der Hunderte von sportbegeisterten Indern Cricket gespielt haben. Dabei haben sich die Felder dermaßen überlappt, dass die Fänger teilweise 10 Spielfelder weiter standen, um den geschlagenen Ball noch zu fangen. Sehr beeindruckend war aber auch die alte Victoria Memorial Train Station, in der Slumdog Millionaire gedreht wurde. Unsere Unterkunft war dagegen weniger spektakulär – zu 11 Students haben wir in einem Hochbettzimmer gepennt mit nur einem Bad (hatte kein Dach – war somit ein quasi offenes Bad :D ). Direkt neben uns situiert war übrigens das Taj Hotel, welches als die luxuriöseste Unterkunft in ganz Mumbai gilt und wo sich vor ca einem Jahr ein grauenhafter terroristischer Anschlag ereignet hat. Insgesamt war es ein überragendes Wochenende, allerdings ist es schon ein komisches Gefühl, wenn man nach einer durchzechten Nacht mit übersättigendem Dinner im Hard Rock Cafe und teuren Drinks in modernen Nachtclubs von Kindern, die nichts haben und sich auf der Straße durchschlagen müssen, angebettelt wird. Indien ist halt doch das Land der Gegensätze.
Im direkten Anschluss an den Mumbaitrip gab es das nächste Highlight – die Exchange Student Dance Nite. Dabei wurden von indischen Studenten und Austauschstudenten viele choreographierte Tänze aufgeführt. Wer war natürlich mitten drin und absolut taktsicher – Stevie Wonder… Hat echt tierisch Spaß gemacht – bin auch echt nur ein mal kurz aus dem Takt gekommen :D Für den Auftritt haben wir ca zwei Wochen lang geprobt. Unser Instructor Sandeep (Lil Jackie Chan ) hat unfassbar viel Energie in dieses Event gesteckt, er war jeden Abend für mehrere Stunden mit uns und den separat trainierenden Indern beschäftigt, hat nebenbei noch eine Schulklasse auf einen Tanz vorbereitet und an seinen anspruchsvolleren Moves gebastelt. Und das alles mit einem absolut unglaublichen Uniworkload von 9 Kursen (!!!) – ich habe gerade einmal 4. Hat sich aber gelohnt und wir werden ihn übermorgen gebührend Feiern beim Mitternachtsbuffet im Le Meridien ;)
Letztes Wochenende ging es dann gemeinsam mit Julius aus Mannheim nach Goa. Dort haben wir Nik und Vijay Siwach besucht, mit denen ich mich in Kalkutta auf dem Future Turnier angefreundet hatte. Die beiden leben in einem gigantischen Haus mit Blick über ganz Goa und einem eigenen Tennisplatz. Haben auch viel Tennis mit den Jungs gespielt, gut trainiert im Fidde und sind mit ausgeliehenen Rollern von Strand zu Strand geheizt. Dabei haben wir die meiste Zeit in Calangute verbracht, was das absolute Touristenzentrum von Goa ist. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mich diese Tatsache nicht im Geringsten gestört hat – der Strand war sehr schön und den Sonnenuntergang bei einem kühlen Bier in einer Couch im Sand zu beobachten war einfach ein Traum. Abends haben uns Nik und Vijay in einige supercoole Clubs geführt. Unglaublich stylishes Interieur und sehr gute Housemusik – leider waren einige der Clubs relativ leer. War aber kein Problem, da uns Adi, ein englischer Freund von Vijay, dann einfach in den nächsten Schuppen entführt hat und uns mit Getränken belagert hat. Ganz stark war auch unsere Heimfahrt auf dem Roller am Freitag, als wir von einer Polizeisperre aufgehalten wurden. Vijay hatte einiges getrunken und Julius, der den anderen Roller fuhr, hatte seine Driving Licence nicht dabei… Vijay gab alles, um den Officer von unserer Unschuld zu überzeugen – der Officer blieb aber zunächst hart und wollte 2500 Rupees (knapp 40 Euro) Strafe von Julius wegen Fahrens ohne Führerschein. Ist hier aber alles halb so wild – wir haben dem Officer dann klargemacht, dass Vijays Vater ein einflussreicher Mann in Goa ist und dass wir kein Geld mithaben… Schnell haben wir dem Cop 500 Rs (7,50 Euro) in die Hand gedrückt und haben uns verkrümelt :D So läuft das hier halt in Indien – Gleichbehandlung ist nicht, man muss immer die richtigen Leute kennen, dann passt das schon. Ich freue mich schon riesig auf nächstes Jahr, wenn Nik und Vijay für längere Zeit nach Köln zu Besuch kommen. Die Beiden sind echt schon zu guten Freunden für mich geworden. Es ist davon auszugehen, dass sie für den Tenniszirkus in und um Köln eine absolute Bereicherung sein werden und sehr wahrscheinlich werd ich die beiden von schwärmenden Frauen beschützen müssen, da sie die beiden fittesten Menschen sind, die ich jemals kennengelernt hab…
Mein Geburtstag wurde hier übrigens noch nicht groß gefeiert, das wird aber wohl dieses Wochenende nachgeholt (Zitat Vibhore:“You cannot escape the slapping…“). Am 6.12. geht’s dann auf die lange Abschlussreise durch den Süden Indiens, dazu kommt mich der abenteuerlustige Tommi von Coels besuchen (stark Tommi!!!). Bis dahin werde ich mich noch einmal melden, hier stehen nämlich noch ein paar coole Goodbye Partys auf dem Programm und es gibt noch jede Menge Fotos, die ich in den nächsten Tagen für Euch hochladen werde (das Internet ist hier grad total überlastet).
Beste Grüße
Stefan
Nach meinem letzten Eintrag gab es zunächst keine Reiseaction für knapp 3 Wochen, es standen Präsentationen, Projekte und Klausuren an gepaart mit einigen on Campus Partys. Habe nun auch schon 2 Fächer komplett hinter mir, in ENVP hat unsere Business Plan Presentation ganz gut gerockt (Pictures gibt’s bald auch) und in DCS hab ich mein Fotoprojekt auch rechtzeitig fertig bekommen – bleiben noch 2 Kurse, die mir in den letzten verbleibenden Tagen noch mal alles abverlangen werden (größere Projekte + Klausur jeweils). Dass schon 2 Kurse abgeschlossen sind, musste natürlich gebührend gefeiert werden – es zog uns (ca 25 Exchange Students) dafür nach Mumbai (Bombay). Dort haben wir 3 Tage lang wahnsinnig gut gefeiert und eine super entspannte Zeit verbracht in den schönsten Bars und Restaurants. Tagsüber haben wir uns ein paar nette Spots angeguckt – besonders interessant fand ich dabei eine riesengroße Grünfläche, auf der Hunderte von sportbegeisterten Indern Cricket gespielt haben. Dabei haben sich die Felder dermaßen überlappt, dass die Fänger teilweise 10 Spielfelder weiter standen, um den geschlagenen Ball noch zu fangen. Sehr beeindruckend war aber auch die alte Victoria Memorial Train Station, in der Slumdog Millionaire gedreht wurde. Unsere Unterkunft war dagegen weniger spektakulär – zu 11 Students haben wir in einem Hochbettzimmer gepennt mit nur einem Bad (hatte kein Dach – war somit ein quasi offenes Bad :D ). Direkt neben uns situiert war übrigens das Taj Hotel, welches als die luxuriöseste Unterkunft in ganz Mumbai gilt und wo sich vor ca einem Jahr ein grauenhafter terroristischer Anschlag ereignet hat. Insgesamt war es ein überragendes Wochenende, allerdings ist es schon ein komisches Gefühl, wenn man nach einer durchzechten Nacht mit übersättigendem Dinner im Hard Rock Cafe und teuren Drinks in modernen Nachtclubs von Kindern, die nichts haben und sich auf der Straße durchschlagen müssen, angebettelt wird. Indien ist halt doch das Land der Gegensätze.
Im direkten Anschluss an den Mumbaitrip gab es das nächste Highlight – die Exchange Student Dance Nite. Dabei wurden von indischen Studenten und Austauschstudenten viele choreographierte Tänze aufgeführt. Wer war natürlich mitten drin und absolut taktsicher – Stevie Wonder… Hat echt tierisch Spaß gemacht – bin auch echt nur ein mal kurz aus dem Takt gekommen :D Für den Auftritt haben wir ca zwei Wochen lang geprobt. Unser Instructor Sandeep (Lil Jackie Chan ) hat unfassbar viel Energie in dieses Event gesteckt, er war jeden Abend für mehrere Stunden mit uns und den separat trainierenden Indern beschäftigt, hat nebenbei noch eine Schulklasse auf einen Tanz vorbereitet und an seinen anspruchsvolleren Moves gebastelt. Und das alles mit einem absolut unglaublichen Uniworkload von 9 Kursen (!!!) – ich habe gerade einmal 4. Hat sich aber gelohnt und wir werden ihn übermorgen gebührend Feiern beim Mitternachtsbuffet im Le Meridien ;)
Letztes Wochenende ging es dann gemeinsam mit Julius aus Mannheim nach Goa. Dort haben wir Nik und Vijay Siwach besucht, mit denen ich mich in Kalkutta auf dem Future Turnier angefreundet hatte. Die beiden leben in einem gigantischen Haus mit Blick über ganz Goa und einem eigenen Tennisplatz. Haben auch viel Tennis mit den Jungs gespielt, gut trainiert im Fidde und sind mit ausgeliehenen Rollern von Strand zu Strand geheizt. Dabei haben wir die meiste Zeit in Calangute verbracht, was das absolute Touristenzentrum von Goa ist. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mich diese Tatsache nicht im Geringsten gestört hat – der Strand war sehr schön und den Sonnenuntergang bei einem kühlen Bier in einer Couch im Sand zu beobachten war einfach ein Traum. Abends haben uns Nik und Vijay in einige supercoole Clubs geführt. Unglaublich stylishes Interieur und sehr gute Housemusik – leider waren einige der Clubs relativ leer. War aber kein Problem, da uns Adi, ein englischer Freund von Vijay, dann einfach in den nächsten Schuppen entführt hat und uns mit Getränken belagert hat. Ganz stark war auch unsere Heimfahrt auf dem Roller am Freitag, als wir von einer Polizeisperre aufgehalten wurden. Vijay hatte einiges getrunken und Julius, der den anderen Roller fuhr, hatte seine Driving Licence nicht dabei… Vijay gab alles, um den Officer von unserer Unschuld zu überzeugen – der Officer blieb aber zunächst hart und wollte 2500 Rupees (knapp 40 Euro) Strafe von Julius wegen Fahrens ohne Führerschein. Ist hier aber alles halb so wild – wir haben dem Officer dann klargemacht, dass Vijays Vater ein einflussreicher Mann in Goa ist und dass wir kein Geld mithaben… Schnell haben wir dem Cop 500 Rs (7,50 Euro) in die Hand gedrückt und haben uns verkrümelt :D So läuft das hier halt in Indien – Gleichbehandlung ist nicht, man muss immer die richtigen Leute kennen, dann passt das schon. Ich freue mich schon riesig auf nächstes Jahr, wenn Nik und Vijay für längere Zeit nach Köln zu Besuch kommen. Die Beiden sind echt schon zu guten Freunden für mich geworden. Es ist davon auszugehen, dass sie für den Tenniszirkus in und um Köln eine absolute Bereicherung sein werden und sehr wahrscheinlich werd ich die beiden von schwärmenden Frauen beschützen müssen, da sie die beiden fittesten Menschen sind, die ich jemals kennengelernt hab…
Mein Geburtstag wurde hier übrigens noch nicht groß gefeiert, das wird aber wohl dieses Wochenende nachgeholt (Zitat Vibhore:“You cannot escape the slapping…“). Am 6.12. geht’s dann auf die lange Abschlussreise durch den Süden Indiens, dazu kommt mich der abenteuerlustige Tommi von Coels besuchen (stark Tommi!!!). Bis dahin werde ich mich noch einmal melden, hier stehen nämlich noch ein paar coole Goodbye Partys auf dem Programm und es gibt noch jede Menge Fotos, die ich in den nächsten Tagen für Euch hochladen werde (das Internet ist hier grad total überlastet).
Beste Grüße
Stefan
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