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Montag, 26. Oktober 2009
Backpacker Style!
skaui, 14:07h
So, da simmer wieder. Befinde mich gerade im Office des Police Commissioners von Ahmedabad, weil hmm naja es gab da einen bestimmten Vorfall – und zwar… Just joking - wir Exchange Students müssen uns heute alle noch mal persönlich beim Commissioner himself vorstellen ohne bestimmten Grund – Incredible Bureaucratic India… Dabei habe ich ein wenig Zeit, um Euch noch mal auf den neuesten Stand zu bringen.
1. Der Wochenendtrip nach Amritsar und Dharamsala. Vor ca 10 Tagen haben Clemens, Mirko, Nimesh (Austin, Texas) und ich einen edlen Kurztrip hingelegt. Per Flieger gings nach Delhi, wo wir dann in einer sehr hippen Bar dinniert haben, dann aber noch 3 Stunden überbrücken mussten bis unser Nachtzug nach Amritsar abfuhr. Wir also zum Bahnhof Old Delhi und dann Backpacker Style auf den Bahnsteigen gepennt (einer schob immer Wache). In Amritsar haben wir uns dann den goldenen Tempel angeguckt, der heiligste Ort der Sikhs, welche vorwiegend im Nordwesten Indiens (Punjab) anzufinden sind. Beeindruckend trifft es ganz gut, aber seht selbst.

Dann sind wir mit einer leider sehr lahmen Rikscha an die pakistanische Grenze gefahren. Dort findet jeden Nachmittag eine aufwendige Grenzschließungszeremonie statt. Die Atmosphäre dabei ist unglaublich, man fühlt sich wie im Fussballstadion. Unsere Seite der Grenze war total überfüllt, die Inder fanden teilweise gar keinen Platz mehr auf den Tribünen, die schon ca 10000 Leute fassten. Ein Anheizer hat die Menge dann noch richtig gepusht und alle haben geschrien und die Soldaten angefeuert auf ihrem sehr komisch anmutenden Marsch zum Grenztor. Hab hier mal ein Video, was vielleicht einen kleinen Eindruck von der Stimmung vermittelt.
Nach der Zeremonie wieder ab in die Stadt und mangels Alternativen haben wir uns ein Taxi genommen nach Dharamsala. Dort kamen wir leider zu einer ungünstigen Zeit an (4 Uhr morgens) und kein Hotel wollte uns aufnehmen. Wir schnell weiter ins benachbarte McLeod Ganj (ist auch eher das Zentrum für Traveller und liegt etwas höher = schöner). Dort ein paar Hotels abgeklappert, aber die verpennten Hoteliers hatten angeblich keine Zimmer mehr. Wir dann wieder im absoluten Backpacker Style in einer Rain Shelter (überdachte Bushaltestelle) auf dem verranzten Boden ein paar Stunden geschlafen. Ging alles – am nächsten Tag haben wir dann auch ein schönes, günstiges Hotel bekommen und konnten den speziellen tibetischen Flair dieser Region geniessen. Die tibetische Regierung hat nämlich hier ihren Sitz im Exil. Wir haben dann auch die Residenz des Dalai Lama besucht, der Herr war aber nicht auffindbar ;). Dann noch ein edler eintägiger Wasserfalltrek und schon gings wieder zurück in einem State Bus (dermassen unbequem!) via Delhi nach Ahmedabad. Bilanz: von vier Nächten nur eine im Hotelzimmer verbracht – das ist Backpacking pur!
2. Das Goalzzz Inter College Football Tournament in Ahmedabad. Daran nehmen nicht nur Hochschulen aus Ahmedabad teil – auch 2 Teams aus Mumbai waren dieses Jahr am Start. Das erste Gruppenspiel fand aufgrund universitärer Verpflichtungen ohne mich statt – lockeres 3-0 gegen wohl superschwache Gegner. Zweites Gruppenspiel dann mit mir gegen eins der Mumbaiteams. Wir dachten, dass die Gegner schon gut sein müssen, wenn sie die recht strapaziöse Übernacht-Anreise von Mumbai auf sich nehmen. Pustekuchen! Die konnten noch nicht mal nen Abstoss! Ein lächerliches 3-0 zur Halbzeit konnten wir dann in der zweiten Hälfte wenigstens noch in ein 10-0 verbessern. Von meinen ca 10 Torchancen konnte ich dann auch zumindest 4 erfolgreich abschliessen – danach war ich der Held des Spiels (so stands zumindest in der Tageszeitung am nächsten Tag!). Im Finale dann kamen wir gegen das andere Team aus Mumbai, vor dessen ruppiger Spielweise uns der Gastgeber vor der Partie warnte. Es ging gut los – sofort der erste Angriff war erfolgreich und wir waren auf der Siegerstraße. Unsere Gegner waren in der Defensive ansonsten bemerkenswert gut – offensiv ging aber nicht viel. Kurz vor der Halbzeit dann der (kein Flax!) einzige Angriff des Mumbaiteams, der bis an unseren Strafraum gelangte + Sonntagsschuss unter die Latte = 1-1. In der 2ten Hälfte dann Sturmlauf von uns, Mattia und ich haben alles versucht, um unser Team zu ordnen und durchdachten Angriffsfussball zu zeigen – die Inder aus unsrem Team konnten aber leider mit Begriffen wie Flügelspiel oder Seitenwechsel oder Laufwege kreuzen nicht viel anfangen. Hatten noch ein paar gute Chancen u.a. Pfostenschuss und Linienklärer, aber am Ende bliebs beim 1-1. Elfmeterschiessen: Wir hatten gute Schützen aber einen schlechten Torwart, für die Gegner galt das Umgekehrte… Erster gegnerischer Schütze – schiesst neben das Tor! Danach verwandeln alle und ich trete als 4ter Schütze zum Punkt… Mist – der Keeper ahnt die Ecke und hält! 5te Schützen verwandeln und im Sudden Death ziehen wir den Kürzeren…. Unfassbar ärgerlich – wurde dazu noch in der Torjägerwertung überholt, aber immerhin haben wir einen Satz Trikots gewonnen – viel cooler als der Satz Fussbälle für die Sieger ;)
3. So und nun noch zum bisher längsten In-Term-Trip: Rajasthan in 8 days. Wir hatten ca 10 Tage frei aufgrund des großen Diwali Festes (Größe vergleichbar mit Weihnachten). Clemens und ich sind zunächst auf nach Udaipur, eine märchenhafte Stadt um einen großen See, in dessen Mitte sich ein riesiges weißes Schloss (heute ein prunkvolles Luxushotel) befindet. Haben dort 2 sehr entspannte Tage verbracht, viel geshoppt, gut gegessen und nette Traveller kennengelernt.
Von dort aus ging es weiter nach Jodhpur, wo wir Mirko trafen. Jodhpur ist bekannt für sein riesiges Fort oberhalb der Stadt, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über das überwiegend blaue Meer von kleinen Häusern in Jodhpur hat. Mit einem krass überfüllten Bus gings dann weiter nach Jaisalmer in die Wüste Thar. Dort befindet sich ein weiteres imposantes Fort, welches von Weitem wie eine überdimensionale Sandburg aussieht. Für alle Häuser in der „gelben“ Stadt wurde der gleiche Sandstein verwendet – sehr beeindruckend! Unsere erste Nacht dort haben wir allerdings nicht in einem Hotel verbracht, sondern mitten in der Wüste. Nachmittags ging es los auf eins meiner persönlichen Highlights der bisherigen Indienreise – Kamelsafari mit Übernachtung unter dem klarsten Sternenhimmel ever.
Nach einer Hotelnacht in Jaisalmer ging es dann leider ohne Mirko, dafür aber mit drei netten Münchnerinnen weiter nach Jaipur („Pink City“). Hier haben wir noch zwei weitere sehr relaxte Tage verbracht – gut geshoppt, gut gegessen und gute Abende verbracht im Kino und auf einem Rooftop mit Einheimischen. Vorgestern zogen Clemens und ich dann weiter nach Agra – der Taj Mahal ist ein absolutes Muss für jeden Indienbesucher! Das Wahrzeichen Indiens hat uns auch für ein paar Stunden in seinen Bann gezogen, bevor wir dann nach Delhi aufbrachen, um unseren abendlichen Flieger nach Ahmedabad zu erwischen. In einem ganz normalen State Bus haben wir dann die ersten paar Stunden auf dem Gang gesessen (Backpacker Style!!!) und kamen in Delhi um 20.40 an der Bushaltestelle an. Unser Flieger ging um 21.40 und der Airport liegt etwas ausserhalb… Wir rechneten schon damit, den Flieger zu verpassen, aber ein waghalsiger Rikschafahrer, der dann auf halbem Weg ein recht flottes Taxi ausbremste und und umsattelte war unsre Rettung. Kamen um 21.16 am Airport an und sahen uns glücklicherweise nettem Personal am Schalter gegenüber – Check In erfolgreich!
Der nächste Blogeintrag folgt nach meinem Geburtstag(2.11.) – da krieg ich nach alter IIM Tradition kräftig den Hintern versohlt…
Beste Backpackergrüße aus Ämdabaaaaaaaaaad
1. Der Wochenendtrip nach Amritsar und Dharamsala. Vor ca 10 Tagen haben Clemens, Mirko, Nimesh (Austin, Texas) und ich einen edlen Kurztrip hingelegt. Per Flieger gings nach Delhi, wo wir dann in einer sehr hippen Bar dinniert haben, dann aber noch 3 Stunden überbrücken mussten bis unser Nachtzug nach Amritsar abfuhr. Wir also zum Bahnhof Old Delhi und dann Backpacker Style auf den Bahnsteigen gepennt (einer schob immer Wache). In Amritsar haben wir uns dann den goldenen Tempel angeguckt, der heiligste Ort der Sikhs, welche vorwiegend im Nordwesten Indiens (Punjab) anzufinden sind. Beeindruckend trifft es ganz gut, aber seht selbst.

Dann sind wir mit einer leider sehr lahmen Rikscha an die pakistanische Grenze gefahren. Dort findet jeden Nachmittag eine aufwendige Grenzschließungszeremonie statt. Die Atmosphäre dabei ist unglaublich, man fühlt sich wie im Fussballstadion. Unsere Seite der Grenze war total überfüllt, die Inder fanden teilweise gar keinen Platz mehr auf den Tribünen, die schon ca 10000 Leute fassten. Ein Anheizer hat die Menge dann noch richtig gepusht und alle haben geschrien und die Soldaten angefeuert auf ihrem sehr komisch anmutenden Marsch zum Grenztor. Hab hier mal ein Video, was vielleicht einen kleinen Eindruck von der Stimmung vermittelt.
Nach der Zeremonie wieder ab in die Stadt und mangels Alternativen haben wir uns ein Taxi genommen nach Dharamsala. Dort kamen wir leider zu einer ungünstigen Zeit an (4 Uhr morgens) und kein Hotel wollte uns aufnehmen. Wir schnell weiter ins benachbarte McLeod Ganj (ist auch eher das Zentrum für Traveller und liegt etwas höher = schöner). Dort ein paar Hotels abgeklappert, aber die verpennten Hoteliers hatten angeblich keine Zimmer mehr. Wir dann wieder im absoluten Backpacker Style in einer Rain Shelter (überdachte Bushaltestelle) auf dem verranzten Boden ein paar Stunden geschlafen. Ging alles – am nächsten Tag haben wir dann auch ein schönes, günstiges Hotel bekommen und konnten den speziellen tibetischen Flair dieser Region geniessen. Die tibetische Regierung hat nämlich hier ihren Sitz im Exil. Wir haben dann auch die Residenz des Dalai Lama besucht, der Herr war aber nicht auffindbar ;). Dann noch ein edler eintägiger Wasserfalltrek und schon gings wieder zurück in einem State Bus (dermassen unbequem!) via Delhi nach Ahmedabad. Bilanz: von vier Nächten nur eine im Hotelzimmer verbracht – das ist Backpacking pur!
2. Das Goalzzz Inter College Football Tournament in Ahmedabad. Daran nehmen nicht nur Hochschulen aus Ahmedabad teil – auch 2 Teams aus Mumbai waren dieses Jahr am Start. Das erste Gruppenspiel fand aufgrund universitärer Verpflichtungen ohne mich statt – lockeres 3-0 gegen wohl superschwache Gegner. Zweites Gruppenspiel dann mit mir gegen eins der Mumbaiteams. Wir dachten, dass die Gegner schon gut sein müssen, wenn sie die recht strapaziöse Übernacht-Anreise von Mumbai auf sich nehmen. Pustekuchen! Die konnten noch nicht mal nen Abstoss! Ein lächerliches 3-0 zur Halbzeit konnten wir dann in der zweiten Hälfte wenigstens noch in ein 10-0 verbessern. Von meinen ca 10 Torchancen konnte ich dann auch zumindest 4 erfolgreich abschliessen – danach war ich der Held des Spiels (so stands zumindest in der Tageszeitung am nächsten Tag!). Im Finale dann kamen wir gegen das andere Team aus Mumbai, vor dessen ruppiger Spielweise uns der Gastgeber vor der Partie warnte. Es ging gut los – sofort der erste Angriff war erfolgreich und wir waren auf der Siegerstraße. Unsere Gegner waren in der Defensive ansonsten bemerkenswert gut – offensiv ging aber nicht viel. Kurz vor der Halbzeit dann der (kein Flax!) einzige Angriff des Mumbaiteams, der bis an unseren Strafraum gelangte + Sonntagsschuss unter die Latte = 1-1. In der 2ten Hälfte dann Sturmlauf von uns, Mattia und ich haben alles versucht, um unser Team zu ordnen und durchdachten Angriffsfussball zu zeigen – die Inder aus unsrem Team konnten aber leider mit Begriffen wie Flügelspiel oder Seitenwechsel oder Laufwege kreuzen nicht viel anfangen. Hatten noch ein paar gute Chancen u.a. Pfostenschuss und Linienklärer, aber am Ende bliebs beim 1-1. Elfmeterschiessen: Wir hatten gute Schützen aber einen schlechten Torwart, für die Gegner galt das Umgekehrte… Erster gegnerischer Schütze – schiesst neben das Tor! Danach verwandeln alle und ich trete als 4ter Schütze zum Punkt… Mist – der Keeper ahnt die Ecke und hält! 5te Schützen verwandeln und im Sudden Death ziehen wir den Kürzeren…. Unfassbar ärgerlich – wurde dazu noch in der Torjägerwertung überholt, aber immerhin haben wir einen Satz Trikots gewonnen – viel cooler als der Satz Fussbälle für die Sieger ;)
3. So und nun noch zum bisher längsten In-Term-Trip: Rajasthan in 8 days. Wir hatten ca 10 Tage frei aufgrund des großen Diwali Festes (Größe vergleichbar mit Weihnachten). Clemens und ich sind zunächst auf nach Udaipur, eine märchenhafte Stadt um einen großen See, in dessen Mitte sich ein riesiges weißes Schloss (heute ein prunkvolles Luxushotel) befindet. Haben dort 2 sehr entspannte Tage verbracht, viel geshoppt, gut gegessen und nette Traveller kennengelernt.
Von dort aus ging es weiter nach Jodhpur, wo wir Mirko trafen. Jodhpur ist bekannt für sein riesiges Fort oberhalb der Stadt, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über das überwiegend blaue Meer von kleinen Häusern in Jodhpur hat. Mit einem krass überfüllten Bus gings dann weiter nach Jaisalmer in die Wüste Thar. Dort befindet sich ein weiteres imposantes Fort, welches von Weitem wie eine überdimensionale Sandburg aussieht. Für alle Häuser in der „gelben“ Stadt wurde der gleiche Sandstein verwendet – sehr beeindruckend! Unsere erste Nacht dort haben wir allerdings nicht in einem Hotel verbracht, sondern mitten in der Wüste. Nachmittags ging es los auf eins meiner persönlichen Highlights der bisherigen Indienreise – Kamelsafari mit Übernachtung unter dem klarsten Sternenhimmel ever.
Nach einer Hotelnacht in Jaisalmer ging es dann leider ohne Mirko, dafür aber mit drei netten Münchnerinnen weiter nach Jaipur („Pink City“). Hier haben wir noch zwei weitere sehr relaxte Tage verbracht – gut geshoppt, gut gegessen und gute Abende verbracht im Kino und auf einem Rooftop mit Einheimischen. Vorgestern zogen Clemens und ich dann weiter nach Agra – der Taj Mahal ist ein absolutes Muss für jeden Indienbesucher! Das Wahrzeichen Indiens hat uns auch für ein paar Stunden in seinen Bann gezogen, bevor wir dann nach Delhi aufbrachen, um unseren abendlichen Flieger nach Ahmedabad zu erwischen. In einem ganz normalen State Bus haben wir dann die ersten paar Stunden auf dem Gang gesessen (Backpacker Style!!!) und kamen in Delhi um 20.40 an der Bushaltestelle an. Unser Flieger ging um 21.40 und der Airport liegt etwas ausserhalb… Wir rechneten schon damit, den Flieger zu verpassen, aber ein waghalsiger Rikschafahrer, der dann auf halbem Weg ein recht flottes Taxi ausbremste und und umsattelte war unsre Rettung. Kamen um 21.16 am Airport an und sahen uns glücklicherweise nettem Personal am Schalter gegenüber – Check In erfolgreich!
Der nächste Blogeintrag folgt nach meinem Geburtstag(2.11.) – da krieg ich nach alter IIM Tradition kräftig den Hintern versohlt…
Beste Backpackergrüße aus Ämdabaaaaaaaaaad
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