Dienstag, 22. Dezember 2009
South India!!!
Mein allerletzter Tag in Indien ist angebrochen... :-(
Der Suedindientrip war der absolute Wahnsinn!!! Jede einzelne Station war wunderbar und die Busfahrten waren trotz teilweise wenig Platz und wenig Schlaf auch eine spassige Erfahrung!
Unsere Reise begann in Varkala, ein Strandort in Kerala mit einem wunderschoenen, sauberen Strand, der von Klippen umgeben ist. Wir (Mirko, Clemens, Ramtin, Timo, Tommi und ich) haben das Strandleben voll ausgekostet und abends dann zu Livemusic direkt an den Klippen Seafood in Massen genossen. Danach ging es nach Alleppey auf ein ziemlich luxurioeses Hausboot mit riesigem Chill-Wohnbereich und eigenem Kellner, Skipper und Koch. Einfach nur atemberaubend - ihr werdet es bald auf den Bildern sehen. Zu allem Luxusueberfluss hatten wir einen Flachbildgfernseher mit Sky an Bord, so dass wir mitten in den Backwaters abends die Zusammenfassung des Bundesligaspieltages gesehen haben... :D
Nachdem wir dann in der schoenen Hafenstadt Kochin einen Unifreund besucht haben, ging es weiter nach Munnar, eine kleine Hillstation, die weltweit bekannt ist fuer die riesigen Teeplantagen, die sich in und um Munnar befinden. Dort war dann ein bisschen Abenteuer angesagt - haben aber leider die Gruppe wilder Elephanten nicht gefunden, der noch eine Woche zuvor eine Touristin zum Opfer gefallen war...
Mit dem Bus dann weiter ueber Mysore (praechtiger Megapalast!) nach Hampi in Karnataka. Dies war der mit Abstand aufwendigste Trip - es hat sich aber mehr als gelohnt, die unfassbare Ruinenlandschaft und der Ausblick vom Hanuman Felsen auf die vielen megagrossen Felshaufen und die wahnsinnig schoene Landschaft waren es mehr als wert (Zitat Timo: "So stell ich mir das Paradies vor...")!
Von Hampi ging es dann vor ziemlich genau einer Woche weiter nach Palolem im Sueden Goas - ein paradiesischer Palmenstrand...Uns gefiel es so gut, dass wir dort 3 Tage verbracht haben bevor es ins Partyzentrum Calangute ging. Hier haben wir ein sehr nettes kleines Hotel, von wo aus wir taegliche Rollertouren zu den vielen Straenden hier in Goa machen. Dabei heisst es immer: Oberkoerper frei, kein Helm, Hupen was das Zeug haelt und mit 80 Sachen durch vorbei an Kuehen, Hunden, Ziegen, Rikschas, Schlagloechern und jede Menge Speedbumps (super zum Ueberholen!). Die abendlichen Partys gehen ganz gut ab, Highlight in dieser Hinsicht war letzten Freitag die Beachparty im Cafe del Mar mit Feuerakrobatik, top Housemusic, Cocktails, Shishas und einer coolen partybegeisterten Menschenmenge. Wir lernen hier auch immer interessante Leute kennen, beispielsweise ein Maedel aus Tonga, einer megakleinen Insel im Pazifik.
Das kulturelle Highlight vielleicht der ganzen Indienreise war die indische, christliche Hochzeit, der wir vorgestern beigewohnt haben. Der Sohn unseres Hotelbesitzer hat geheiratet und uns kurzerhand eingeladen. Gemeinsam mit NIk und Vijay sind wir dann zu diesem bunt geschnueckten Platz unter Palmen gefahren und haben uns von der froehlichen Stimmung anstecken lassen. Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie happy die Gaeste alle waren und was da auf der Tanzflaeche abging... Auch der Dresscode der Maenner hatte es in sich - verzierte Sackos und glaenzende, bunte Hemden all over the place... Heiraten in Goa - einfach nur der absolute Hammer!

Damit ihr ein wenig nachvollziehen koennt, was hier alles so passiert, lade ich bald noch einige Bilder hoch, wenn ich wieder in Deutschland bin.

Ein kleines Schlussfazit: die Zeit hier in Indien hat mich absolut gepraegt - zunaechst der krasse Kulturschock, der Zusammenhalt unter den Austauschstudenten auf dem Campus, die vielen memorable moments auf den Reisen, die vielen netten Leute und Freunde, die mir waehrend meines Aufenthaltes begegnet sind und zu guter Letzt die unvergessliche Mega-Urlaubstour durch Suedindien mit einer supercoolen Truppe!

Ich hoffe, ich konnte euch gut unterhalten und euch einen kleinen Eindruck von meiner Reise vermitteln!



Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr wuenscht euch aus dem lebhaften Goa!!!

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Montag, 23. November 2009
Mumbai - Dance Nite - Goa
So, bin jetzt wieder zurück on Campus und hab einiges zu erzählen.
Nach meinem letzten Eintrag gab es zunächst keine Reiseaction für knapp 3 Wochen, es standen Präsentationen, Projekte und Klausuren an gepaart mit einigen on Campus Partys. Habe nun auch schon 2 Fächer komplett hinter mir, in ENVP hat unsere Business Plan Presentation ganz gut gerockt (Pictures gibt’s bald auch) und in DCS hab ich mein Fotoprojekt auch rechtzeitig fertig bekommen – bleiben noch 2 Kurse, die mir in den letzten verbleibenden Tagen noch mal alles abverlangen werden (größere Projekte + Klausur jeweils). Dass schon 2 Kurse abgeschlossen sind, musste natürlich gebührend gefeiert werden – es zog uns (ca 25 Exchange Students) dafür nach Mumbai (Bombay). Dort haben wir 3 Tage lang wahnsinnig gut gefeiert und eine super entspannte Zeit verbracht in den schönsten Bars und Restaurants. Tagsüber haben wir uns ein paar nette Spots angeguckt – besonders interessant fand ich dabei eine riesengroße Grünfläche, auf der Hunderte von sportbegeisterten Indern Cricket gespielt haben. Dabei haben sich die Felder dermaßen überlappt, dass die Fänger teilweise 10 Spielfelder weiter standen, um den geschlagenen Ball noch zu fangen. Sehr beeindruckend war aber auch die alte Victoria Memorial Train Station, in der Slumdog Millionaire gedreht wurde. Unsere Unterkunft war dagegen weniger spektakulär – zu 11 Students haben wir in einem Hochbettzimmer gepennt mit nur einem Bad (hatte kein Dach – war somit ein quasi offenes Bad :D ). Direkt neben uns situiert war übrigens das Taj Hotel, welches als die luxuriöseste Unterkunft in ganz Mumbai gilt und wo sich vor ca einem Jahr ein grauenhafter terroristischer Anschlag ereignet hat. Insgesamt war es ein überragendes Wochenende, allerdings ist es schon ein komisches Gefühl, wenn man nach einer durchzechten Nacht mit übersättigendem Dinner im Hard Rock Cafe und teuren Drinks in modernen Nachtclubs von Kindern, die nichts haben und sich auf der Straße durchschlagen müssen, angebettelt wird. Indien ist halt doch das Land der Gegensätze.
Im direkten Anschluss an den Mumbaitrip gab es das nächste Highlight – die Exchange Student Dance Nite. Dabei wurden von indischen Studenten und Austauschstudenten viele choreographierte Tänze aufgeführt. Wer war natürlich mitten drin und absolut taktsicher – Stevie Wonder… Hat echt tierisch Spaß gemacht – bin auch echt nur ein mal kurz aus dem Takt gekommen :D Für den Auftritt haben wir ca zwei Wochen lang geprobt. Unser Instructor Sandeep (Lil Jackie Chan  ) hat unfassbar viel Energie in dieses Event gesteckt, er war jeden Abend für mehrere Stunden mit uns und den separat trainierenden Indern beschäftigt, hat nebenbei noch eine Schulklasse auf einen Tanz vorbereitet und an seinen anspruchsvolleren Moves gebastelt. Und das alles mit einem absolut unglaublichen Uniworkload von 9 Kursen (!!!) – ich habe gerade einmal 4. Hat sich aber gelohnt und wir werden ihn übermorgen gebührend Feiern beim Mitternachtsbuffet im Le Meridien ;)
Letztes Wochenende ging es dann gemeinsam mit Julius aus Mannheim nach Goa. Dort haben wir Nik und Vijay Siwach besucht, mit denen ich mich in Kalkutta auf dem Future Turnier angefreundet hatte. Die beiden leben in einem gigantischen Haus mit Blick über ganz Goa und einem eigenen Tennisplatz. Haben auch viel Tennis mit den Jungs gespielt, gut trainiert im Fidde und sind mit ausgeliehenen Rollern von Strand zu Strand geheizt. Dabei haben wir die meiste Zeit in Calangute verbracht, was das absolute Touristenzentrum von Goa ist. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass mich diese Tatsache nicht im Geringsten gestört hat – der Strand war sehr schön und den Sonnenuntergang bei einem kühlen Bier in einer Couch im Sand zu beobachten war einfach ein Traum. Abends haben uns Nik und Vijay in einige supercoole Clubs geführt. Unglaublich stylishes Interieur und sehr gute Housemusik – leider waren einige der Clubs relativ leer. War aber kein Problem, da uns Adi, ein englischer Freund von Vijay, dann einfach in den nächsten Schuppen entführt hat und uns mit Getränken belagert hat. Ganz stark war auch unsere Heimfahrt auf dem Roller am Freitag, als wir von einer Polizeisperre aufgehalten wurden. Vijay hatte einiges getrunken und Julius, der den anderen Roller fuhr, hatte seine Driving Licence nicht dabei… Vijay gab alles, um den Officer von unserer Unschuld zu überzeugen – der Officer blieb aber zunächst hart und wollte 2500 Rupees (knapp 40 Euro) Strafe von Julius wegen Fahrens ohne Führerschein. Ist hier aber alles halb so wild – wir haben dem Officer dann klargemacht, dass Vijays Vater ein einflussreicher Mann in Goa ist und dass wir kein Geld mithaben… Schnell haben wir dem Cop 500 Rs (7,50 Euro) in die Hand gedrückt und haben uns verkrümelt :D So läuft das hier halt in Indien – Gleichbehandlung ist nicht, man muss immer die richtigen Leute kennen, dann passt das schon. Ich freue mich schon riesig auf nächstes Jahr, wenn Nik und Vijay für längere Zeit nach Köln zu Besuch kommen. Die Beiden sind echt schon zu guten Freunden für mich geworden. Es ist davon auszugehen, dass sie für den Tenniszirkus in und um Köln eine absolute Bereicherung sein werden und sehr wahrscheinlich werd ich die beiden von schwärmenden Frauen beschützen müssen, da sie die beiden fittesten Menschen sind, die ich jemals kennengelernt hab…
Mein Geburtstag wurde hier übrigens noch nicht groß gefeiert, das wird aber wohl dieses Wochenende nachgeholt (Zitat Vibhore:“You cannot escape the slapping…“). Am 6.12. geht’s dann auf die lange Abschlussreise durch den Süden Indiens, dazu kommt mich der abenteuerlustige Tommi von Coels besuchen (stark Tommi!!!). Bis dahin werde ich mich noch einmal melden, hier stehen nämlich noch ein paar coole Goodbye Partys auf dem Programm und es gibt noch jede Menge Fotos, die ich in den nächsten Tagen für Euch hochladen werde (das Internet ist hier grad total überlastet).

Beste Grüße
Stefan

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Montag, 26. Oktober 2009
Backpacker Style!
So, da simmer wieder. Befinde mich gerade im Office des Police Commissioners von Ahmedabad, weil hmm naja es gab da einen bestimmten Vorfall – und zwar… Just joking - wir Exchange Students müssen uns heute alle noch mal persönlich beim Commissioner himself vorstellen ohne bestimmten Grund – Incredible Bureaucratic India… Dabei habe ich ein wenig Zeit, um Euch noch mal auf den neuesten Stand zu bringen.

1. Der Wochenendtrip nach Amritsar und Dharamsala. Vor ca 10 Tagen haben Clemens, Mirko, Nimesh (Austin, Texas) und ich einen edlen Kurztrip hingelegt. Per Flieger gings nach Delhi, wo wir dann in einer sehr hippen Bar dinniert haben, dann aber noch 3 Stunden überbrücken mussten bis unser Nachtzug nach Amritsar abfuhr. Wir also zum Bahnhof Old Delhi und dann Backpacker Style auf den Bahnsteigen gepennt (einer schob immer Wache). In Amritsar haben wir uns dann den goldenen Tempel angeguckt, der heiligste Ort der Sikhs, welche vorwiegend im Nordwesten Indiens (Punjab) anzufinden sind. Beeindruckend trifft es ganz gut, aber seht selbst.

Dann sind wir mit einer leider sehr lahmen Rikscha an die pakistanische Grenze gefahren. Dort findet jeden Nachmittag eine aufwendige Grenzschließungszeremonie statt. Die Atmosphäre dabei ist unglaublich, man fühlt sich wie im Fussballstadion. Unsere Seite der Grenze war total überfüllt, die Inder fanden teilweise gar keinen Platz mehr auf den Tribünen, die schon ca 10000 Leute fassten. Ein Anheizer hat die Menge dann noch richtig gepusht und alle haben geschrien und die Soldaten angefeuert auf ihrem sehr komisch anmutenden Marsch zum Grenztor. Hab hier mal ein Video, was vielleicht einen kleinen Eindruck von der Stimmung vermittelt.

Nach der Zeremonie wieder ab in die Stadt und mangels Alternativen haben wir uns ein Taxi genommen nach Dharamsala. Dort kamen wir leider zu einer ungünstigen Zeit an (4 Uhr morgens) und kein Hotel wollte uns aufnehmen. Wir schnell weiter ins benachbarte McLeod Ganj (ist auch eher das Zentrum für Traveller und liegt etwas höher = schöner). Dort ein paar Hotels abgeklappert, aber die verpennten Hoteliers hatten angeblich keine Zimmer mehr. Wir dann wieder im absoluten Backpacker Style in einer Rain Shelter (überdachte Bushaltestelle) auf dem verranzten Boden ein paar Stunden geschlafen. Ging alles – am nächsten Tag haben wir dann auch ein schönes, günstiges Hotel bekommen und konnten den speziellen tibetischen Flair dieser Region geniessen. Die tibetische Regierung hat nämlich hier ihren Sitz im Exil. Wir haben dann auch die Residenz des Dalai Lama besucht, der Herr war aber nicht auffindbar ;). Dann noch ein edler eintägiger Wasserfalltrek und schon gings wieder zurück in einem State Bus (dermassen unbequem!) via Delhi nach Ahmedabad. Bilanz: von vier Nächten nur eine im Hotelzimmer verbracht – das ist Backpacking pur!

2. Das Goalzzz Inter College Football Tournament in Ahmedabad. Daran nehmen nicht nur Hochschulen aus Ahmedabad teil – auch 2 Teams aus Mumbai waren dieses Jahr am Start. Das erste Gruppenspiel fand aufgrund universitärer Verpflichtungen ohne mich statt – lockeres 3-0 gegen wohl superschwache Gegner. Zweites Gruppenspiel dann mit mir gegen eins der Mumbaiteams. Wir dachten, dass die Gegner schon gut sein müssen, wenn sie die recht strapaziöse Übernacht-Anreise von Mumbai auf sich nehmen. Pustekuchen! Die konnten noch nicht mal nen Abstoss! Ein lächerliches 3-0 zur Halbzeit konnten wir dann in der zweiten Hälfte wenigstens noch in ein 10-0 verbessern. Von meinen ca 10 Torchancen konnte ich dann auch zumindest 4 erfolgreich abschliessen – danach war ich der Held des Spiels (so stands zumindest in der Tageszeitung am nächsten Tag!). Im Finale dann kamen wir gegen das andere Team aus Mumbai, vor dessen ruppiger Spielweise uns der Gastgeber vor der Partie warnte. Es ging gut los – sofort der erste Angriff war erfolgreich und wir waren auf der Siegerstraße. Unsere Gegner waren in der Defensive ansonsten bemerkenswert gut – offensiv ging aber nicht viel. Kurz vor der Halbzeit dann der (kein Flax!) einzige Angriff des Mumbaiteams, der bis an unseren Strafraum gelangte + Sonntagsschuss unter die Latte = 1-1. In der 2ten Hälfte dann Sturmlauf von uns, Mattia und ich haben alles versucht, um unser Team zu ordnen und durchdachten Angriffsfussball zu zeigen – die Inder aus unsrem Team konnten aber leider mit Begriffen wie Flügelspiel oder Seitenwechsel oder Laufwege kreuzen nicht viel anfangen. Hatten noch ein paar gute Chancen u.a. Pfostenschuss und Linienklärer, aber am Ende bliebs beim 1-1. Elfmeterschiessen: Wir hatten gute Schützen aber einen schlechten Torwart, für die Gegner galt das Umgekehrte… Erster gegnerischer Schütze – schiesst neben das Tor! Danach verwandeln alle und ich trete als 4ter Schütze zum Punkt… Mist – der Keeper ahnt die Ecke und hält! 5te Schützen verwandeln und im Sudden Death ziehen wir den Kürzeren…. Unfassbar ärgerlich – wurde dazu noch in der Torjägerwertung überholt, aber immerhin haben wir einen Satz Trikots gewonnen – viel cooler als der Satz Fussbälle für die Sieger ;)

3. So und nun noch zum bisher längsten In-Term-Trip: Rajasthan in 8 days. Wir hatten ca 10 Tage frei aufgrund des großen Diwali Festes (Größe vergleichbar mit Weihnachten). Clemens und ich sind zunächst auf nach Udaipur, eine märchenhafte Stadt um einen großen See, in dessen Mitte sich ein riesiges weißes Schloss (heute ein prunkvolles Luxushotel) befindet. Haben dort 2 sehr entspannte Tage verbracht, viel geshoppt, gut gegessen und nette Traveller kennengelernt.

Von dort aus ging es weiter nach Jodhpur, wo wir Mirko trafen. Jodhpur ist bekannt für sein riesiges Fort oberhalb der Stadt, von dem aus man einen atemberaubenden Blick über das überwiegend blaue Meer von kleinen Häusern in Jodhpur hat. Mit einem krass überfüllten Bus gings dann weiter nach Jaisalmer in die Wüste Thar. Dort befindet sich ein weiteres imposantes Fort, welches von Weitem wie eine überdimensionale Sandburg aussieht. Für alle Häuser in der „gelben“ Stadt wurde der gleiche Sandstein verwendet – sehr beeindruckend! Unsere erste Nacht dort haben wir allerdings nicht in einem Hotel verbracht, sondern mitten in der Wüste. Nachmittags ging es los auf eins meiner persönlichen Highlights der bisherigen Indienreise – Kamelsafari mit Übernachtung unter dem klarsten Sternenhimmel ever.


Nach einer Hotelnacht in Jaisalmer ging es dann leider ohne Mirko, dafür aber mit drei netten Münchnerinnen weiter nach Jaipur („Pink City“). Hier haben wir noch zwei weitere sehr relaxte Tage verbracht – gut geshoppt, gut gegessen und gute Abende verbracht im Kino und auf einem Rooftop mit Einheimischen. Vorgestern zogen Clemens und ich dann weiter nach Agra – der Taj Mahal ist ein absolutes Muss für jeden Indienbesucher! Das Wahrzeichen Indiens hat uns auch für ein paar Stunden in seinen Bann gezogen, bevor wir dann nach Delhi aufbrachen, um unseren abendlichen Flieger nach Ahmedabad zu erwischen. In einem ganz normalen State Bus haben wir dann die ersten paar Stunden auf dem Gang gesessen (Backpacker Style!!!) und kamen in Delhi um 20.40 an der Bushaltestelle an. Unser Flieger ging um 21.40 und der Airport liegt etwas ausserhalb… Wir rechneten schon damit, den Flieger zu verpassen, aber ein waghalsiger Rikschafahrer, der dann auf halbem Weg ein recht flottes Taxi ausbremste und und umsattelte war unsre Rettung. Kamen um 21.16 am Airport an und sahen uns glücklicherweise nettem Personal am Schalter gegenüber – Check In erfolgreich!


Der nächste Blogeintrag folgt nach meinem Geburtstag(2.11.) – da krieg ich nach alter IIM Tradition kräftig den Hintern versohlt…


Beste Backpackergrüße aus Ämdabaaaaaaaaaad

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Dienstag, 6. Oktober 2009
Tennis Weekend in Calcutta!

Man war das ein geiler Trip! Auf gut Glück hatte ich mich für das 15000 $ ITF Tennisturnier in Calcutta angemeldet und als dann feststand, dass ich es ins Qualifikationsfeld schaffen würde, hab ich mich schnurstracks auf den Weg in die 15 Millionen Metropole weit im Osten Indiens gemacht. Freitags mittags kam ich an und konnte sofort mit einem Inder trainieren. Im Laufe des Tages hab ich noch jede Menge weitere Jungs kennengelernt und da ich bis abends noch kein Zimmer hatte, bin ich mit Nik,Vijay und Rohan ins schäbige, aber kühle und sehr nahe Hotel abgestiegen.
Samstagsmorgens war es dann soweit - mein Debut auf der Profitour stand an... Nun gut, also nicht, dass jetzt hier irgendjemand was Falsches denkt - die Bilder sehen zwar verdammt professionell aus, aber meine Fähigkeiten reichen leider nicht aus, um auf der Profibühne mitzuhalten. Allein schon die Tatsache, dass jeder der Spieler (auch ausnahmslos alle Qualiteilnehmer) normalerweise 2mal täglich trainiert belegt dies. Da ich hier in Indien an der Uni nur ein paar mal mit meinen Anfängerkumpels gespielt habe, sind mir dann auch im Match zu Beginn einige blöde Fehler unterlaufen - zack war der erste Satz 3:6 weg. Im zweiten kam ich dann gut zurecht und mein Gegner machte weniger Druck und mehr Fehler - 6:1 für mich. Im dritten Satz führte ich dann zunächst mit 2:0, aber dann machte mir die Hitze doch zu sehr zu schaffen und mein Gegner konnte mit den 50 Grad on court temperature und 100 % Luftfeuchtigkeit etwas besser umgehen... Fünf durchgeschwitzte Shirts, sechs Liter Wasserverzehr, völlig durchnässte, hocherhitzte Schuhe und ein extrem hochroter Kopf - nach dem Match hab ich mich erstmal eine halbe Stunde flach auf den Court in den Schatten gelegt... Trotz der etwas bitteren Niederlage am Samstag, hatte ich aber auch einige coole Erlebnisse auf dem Court, da ich noch zwei weitere Tage mit den Profijungs trainieren konnte. Schon cool, wenn man jeden Tag Tennis spielen kann... Das Niveau war insgesamt vielleicht etwas schwächer, als in Europa auf Futures, da nur wenige ausländische Topspieler den Weg nach Calcutta gefunden haben, aber ich war echt positiv überrascht von der Spielstärke der besten Inder, die sich in der Quali durchgesetzt haben. Im Hauptfeld gabs dann noch einige tolle Spiele zu beobachten, unter anderem hat mein Zimmerkumpel Rohan die derzeitige Nr 1 der Juniorenweltrangliste herausgefordert. Das erste Video hab ich kurz nach Rohans Qualisisieg gemacht (echt ein witziger Typ!) und im Zweiten sieht man eine Rallye aus dem Match gegen den Topjunior, der in Indien schon ein Riesenstar ist, auf dem alle Hoffnungen für die sportliche Zukunft des Landes liegen (könnt ihn ja mal googlen - Yuki Bhambri).


Am Montag dann haben mir die Siwach Brothers (Nik u Vijay) einiges von Calcutta gezeigt und wir haben in einem extrem abgewrackten Science Theme Park rumgealbert.

Sehr unglücklich war dann, dass mein Rückflug am Dienstagmorgen gecancelled wurde (bei AirIndia haben sich am Montag auf einen Schlag 150 Piloten krank gemeldet....). Noch blöder, dass der fest versprochene AirIndia Ersatzflug am Dienstagnachmittag auch gecancelled wurde und ich erst am Mittwoch zurück zur Uni fliegen konnte... Naja - Rohan, Vijay und Nik haben mich wieder in ihr Zimmer aufgenommen und hatten mich auch fast schon dazu überredet, ein paar Tage später in Pune beim nächsten ITF mitzuspielen.

Aber es kam anders, da Mirko u Clemens schon eine edle Tour in den Norden gebucht hatten... Dazu aber mehr im nächsten Beitrag!
Hier erstmal noch einige weitere Bilder aus Calcutta!






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Mittwoch, 23. September 2009
Indische Fussballtalente und Wochenendtrip nach Diu
So, endlich noch mal ein Blogeintrag von mir! Es gibt so einiges zu berichten...

Letzte Woche hab ich mit unserem Uniteam am Inter State College Football Tournament in Ahmedabad teilgenommen. Die Anstoßzeiten waren katastrophal früh (7 Uhr morgens!!!) , aber dafür war der Spaßfaktor extrem hoch. Der Platz war der Hammer - eine Spielhälfte bestand aus Sand, die andere aus seit Jahren ungeschnittenem Ackergras. Unsere indischen Mitspieler versicherten uns aber, das dies wohl eine der besten Spielstätten in der 5 Millionen-Stadt sei... Dann zum Aufwärmen - ach ne das gabs ja gar nicht, da es einfach zu warm war :) Inder wärmen sich grundsätzlich nicht auf. Dann die offizielle Begrüßung - die Mannschaften mussten sich in einer Reihe nebeneinander aufstellen und wurden von dem Schirigespann (kein Witz: Schiri UND Linienrichter plus offizielle Turnierverantwortliche) begrüßt. Dabei wurde die angemessene Spielkleidung sowie die Fingernagellänge überprüft... Dann ging das erste Spiel los... Unser Team bestand aus einem guten Inder in der Verteidigung, einem guten Inder im Mittelfeld, Mirko, Lars und mir - die anderen sind mitgelaufen und haben den Ball ab und zu getroffen, aber anspielen konnte man die nicht... Naja, immerhin haben unsere 5 Aktivposten locker ausgereicht, die Gegner hatten nämlich absolut niemanden, der den Ball vernünftig geradeaus treten konnte... 4-0 hieß es am Ende für uns und die Presse berichtete am nächsten Tag von einem überraschend guten IIM Team... Am zweiten Turniertag konnten wir unser Team sogar noch mit einem passablen französichen Abwehrspieler und einem sehr guten Italiener im Mittelfeld aufstocken. Allerdings ging das gegnerische Team dieses Mal überraschenderweise extrem ab. Körperlich zwar nicht sonderlich gut, aber man musste die kleinen Inder immer dreimal ausspielen, da sie wie Kletten an einem hingen und wieselflink waren. Im Gegensatz zu den ersten Gegnern waren sie dazu noch allesamt technisch beschlagen und hatten 2-3 Spieler, die ganz gutes Spielverständnis hatten. Hat echt Spaß gemacht, leider hatten wir ein wenig Pech bei unseren Torchancen (2mal Latte) und wir unterlagen am Ende mit 0-1...
Da wir aus dem Turnier waren und auch echt mal ne Pause von der ganzen Uni+Bullenhitze+schlechten Luft brauchten, haben Mirko, Clemens u ich kurzerhand einen Wochenendtrip nach Diu gebucht. Diu ist eine kleine Insel, die 500km südlich von Ahmedabad direkt vor der Küste liegt. Hier kommen an den Wochenenden oft Gujaratis hin, da auf dieser Insel kein Alkoholverbot herrscht... Im Nachtbus haben wir dann zwei Austauschfranzösinnen getroffen, mit denen wir dann gemeinsam in Diu Roller gemietet haben und von Freitag bis Sonntag die Insel unsicher gemacht haben. Samstags kamen dann noch mehr IIM - Exchange Students und wir haben die angenehme Meeresbrise, die teilweise schönen Strände und ein Abendessen in dem wohl gechilltesten Restaurant der Insel gemeinsam genossen. Krass war dabei unser erster Strandaufenthalt in Diu. Hier gibt es nicht die bei uns übliche Liegekultur - die Inder stehen den ganzen Tag am Strand und gucken in der Gegend rum oder albern in Klamotten im Wasser. Als wir uns dann hingelegt haben, kamen sofort jede Menge besoffener Inder an und haben uns angestarrt. Meistens war dann ein Mutiger dabei, der dann in der Regel eine der beiden folgenden Fragen gestellt hat: "Hello, Sir, your name, Sir?" oder "Which country, Sir?" Was man geantwortet hat schien sie aber nicht sonderlich zu interessieren, aber Fotos haben sie massig von uns gemacht. Wenn ich um 12h schon dicht gewesen wäre, hätte ich das wahrscheinlich auch noch was länger lustig gefunden, aber so sind wir relativ schnell vor den Indo-Paparazzis geflüchtet ... Hier mal ein kurzes Video vom Strand in Diu:


Am Freitagmorgen gehts ab nach Kalkutta zum 15000 $ ITF Future Tennisturnier... Um da mithalten zu können, müsste ich in der Form meines Lebens sein - zu blöd, dass hier am IIM kaum einer den Schläger gerade halten kann... Naja, ich versuch mal mein Glück, wird sicher spannend und ich kann mich ein wenig mit den besten indischen Tennisspielern socializen. Derweil sind auch schon die nächsten Reisen in Planung - ich werd wohl kaum mehr ein Wochenende auf dem Campus verbringen :D

So, heute abend gehts ab zu einem benachbarten Design College, dass uns zu einer Tanzaufführung eingeladen hat...


Viele Grüße vom durchgehend nassgeschwitzten Stefan!

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Mittwoch, 9. September 2009
Classes!
Hi everyone,

So, die erste Woche on campus ist rum und ich bin schon mittendrin im Unistress. Einer meiner Kurse verlangt uns nämlich gerade in den ersten paar Wochen einiges ab. In "Entrepreneurship and New Venture Planning" werden wir später zum Großteil anhand eines eigens von uns ertellten Business Plans für eine innovative Geschäftsidee (die wir noch erfinden müssen;) ) bewertet. Meine Gruppe besteht aus 4 IIM Studenten und zwei MBA Studenten der EBS in Oestrich Winkel - ein Inder und ein Ami. Wird sicherlich eine sehr coole und herausfordernde Aufgabe! Dazu haben wir jetzt fast jeden Tag class und dann gehts an die Ausarbeitung. Der Kurs ist echt interessant und sicher sehr hilfreich für die Zukunft. In "Developing the Creative Self" machen wir eigentlich die ganze Zeit verschiedene Kreativitätsübungen, z.B. sich unzählige verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für eine Batterie ausdenken (Musik machen zählt auch dazu ;) ). "Internet Marketing und E-Commerce" hat heute begonnen und macht einen spannenden Eindruck. Haben einen Case besprochen und der Professor kitzelt geradezu die richtigen Antworten und implications aus den Studenten, die alle ein sehr hohes Level hier haben.

Ansonsten hab ich mich hier schon so richtig eingelebt, dazu gehört der Kauf eines kleinen Minibar-Kühlschranks für mein Zimmer und fast tägliche Sportaktivitäten. Fußball ist immer sehr lustig hier, zocken meistens gegen ein recht eingespieltes Team von beschränkt talentierten Indern. Es ist allerdings immer eng, da die Austauschstudenten auch nicht alle mit so einer Zaubertechnik versehen sind, wie unsereins...;) Besonders die Franzosen enttäuschen noch und gehen dann auch einfach mal mitten im Spiel vom Platz. Ein Norweger (Lars) spielt echt gut und ist auch sonst sehr cool drauf und ein Italiener, der auch sonst sehr sympathisch ist hats drauf. Kann man also von den fussballerischen Fähigkeiten auf den Charakter schliessen...? :D
Tennis hab ich hier auch schon gezockt, mit MIrko und Clemens den zwei Aufschlagmonstern (IRONIE!!!). Hab auch waghalsigerweise für das ITF Future Weltranglistenturnier in Kalkutta in 2 Wochen gemeldet, da ich dann frei hab und die Stadt eh mal besuchen wollte. Da muss aber noch einiges an Training her - morgen wird erstmal ein Eimer Bälle geshoppt. Interessant finde ich, dass Tennisbälle und Schläger hier nur minimal günstiger sind als zuhause, der Besaitungslohn liegt dafür bei etwas mehr als 1 Euro...
Da eins der beiden Gyms direkt bei mir im Dorm ist, werde ich hier auch endlich wieder etwas öfter pumpen können. Hab gestern begonnen und natürlich heute erstmal tierischen Muskelkater...

Im großen und ganzen mach ich hier viel mit den Exchange Students und Clemens u Mirko us Kölle. Wir treffen auch immer wieder auf neue indische Studenten, mit denen man fast immer sehr interessante Gespräche führen kann.

Melde mich bald wieder, jetzt gehts ab zum Dinner mit den Exchange Students!!!

Liebe Grüße aus Ämdabaaaaaaaaaaad

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Mittwoch, 2. September 2009
Campus!
Seit gestern nachmittag bin ich nun auf dem Campus des IIM-A, wo ich den größten Teil der nächsten drei Monate verbringen werde. Mir gefällt es hier bislang super, mein Zimmer ist ok, die indischen Studenten und die Austauschstudenten sind cool und der Campus extrem weitläufig und schön. Ich kenn mich hier noch gar nicht aus, es ist echt riesig - muss mir später noch mal genau anschauen, was es hier denn noch alles gibt. Gesehen habe ich schon den Fussballplatz, Tennisplätze, viele Badmintoncourts, Basketballcourt, Volleyballfeld, Tischtennisplatte - es gibt dann wohl noch 2 Gyms und ein Cricketfield...

Gestern haben uns (ca 20 Austauschstudenten - insgesamt sind es 45 dieses Term) zwei sehr relaxte indische Kommilitonen in ein indisches Toprestaurant entführt. Zunächste haben wir ein paar Mxsäfte in der Rooftopbar getrunken und danach wurden wir in einem separaten, fast majestätischen Raum verköstigt mit indischen Spezialitäten. Gespiesen wurde von einem Silberteller und getrunken aus einem Silberbecher, die Kellner richteten direkt auf den Tellern an, zwischen den Gängen goss einem der Kellner frisches Wasser über die Hände zum Reinigen - das war ne runde Sache! Anschliessend genossen wir noch ein paar Chai (Tee) auf der Dachterrasse. Kostenpunkt: 500 Rupien pro Nase (gut 7 Euro) -> Incredible India!
Heute waren wir in einer riesigen Mall hier in Ahmedabad und haben uns mit Haushaltssachen wie Handtüchern etc eingedeckt. Das Himalayan Mall ist echt ganz schön und beinhaltet einige gute Shops, interessant auch, dass man am Eingang durch einen Metalldetektor muss - aber mit den Sicherheitsleuten sind wir schon per Du :D

Soviel fürs Erste zu Ahmedabad, ich hab noch gar nicht von den letzten Reisetagen berichtet...
Also wir sind aus Manali mit einem guten Bus nach Shimla gefahren, dies ist das ehemalige Sommerresort der betuchten britschen Kolonialisten. Dieser Ort liegt komplett an einem Hang und man hat von überall aus eine traumhafte Sicht. Eine für indische Verhältnisse extrem saubere und stylishe Fußgängerzone mit vielen modernen Geschäften zieht sich durch die Stadt - wir hatten den Eindruck, dass Shimla das indische Pendant zu Sylt ist. Nachdem wir abends ankamen und noch lecker was essen waren, kam über Nacht leider der Monsun nach Shimla. Es regnete auch am nächsten Morgen noch stark und Shimla lag komplett in einer Wolke. Wir wollten eigentlich Sightseeing mit einem netten jungen Guide aus unserem Hotel machen, aber das Wetter ließ Zweifel in uns aufkommen, ob das so sinnvoll ist. Der Guide jedoch war sich total sicher, dass sich die Wolke auf jeden Fall verziehen wird und wir in 1-2 Stunden eine wunderbare, klare Sicht haben werden... Na gut, wir also los in einem Affentempo zur vizeköniglichen Lodge (Wahnsinnsgelände und Palastähnliches Gebäude), die aber leider so gut wie komplett vernebelt war, wegen der Wolke. Naja, wir waren schon leicht angenervt, aber sind dem Guide dann noch zu den Chadwick Falls (70m hohe Wasserfälle) gefolgt. War ganz schön aber es hatte mittlerweile wieder angefangen, stärker zu regnen. Ich hab den Guide dann darauf aufmerksam gemacht, dass wir jetzt lieber auf dem schnellstmöglichen Weg zurück zum Hotel gehen wollen. Naja, er ist dann mit uns einen wirklich waghalsigen Weg (maximal 30 cm breit) an einem steilen Hang entlang durch die nassen Wälder gegangen. Teilweise mussten wir dann am Hang runter klettern, alles natürlich in unsren normalen Klamotten (die mittlerweile vom Regen+Schweiß völlig durchnässt waren). Ich bin dann auch mehrfach ausgerutscht, konnte mich aber immer noch so gerade mit den Händen halten - sonst wärs zack ab auf dem Po den steilen Hang hinunter gegangen. Im Nachhinein ein ganz nettes Abenteuer, aber in dem Moment war es echt absolut mies, da wir nicht vorbereitet waren und das Wetter es einem besonder schwer machte... Naja, überlebt haben wir und anschliessend ging es dann in einem netten, kleinen Zug, dem sogenannten Toy Train raus aus Shimla. Später sind wir dann in einen Nachtzug nach Delhi umgestiegen, in dem ich überraschend angenehm schlafen konnte. In Delhi haben wir dann den ganzen Vormittag in Kaffehäusern gechillt und haben uns mit ein paar Einheimischen unterhalten. Nachmittags ging dann der Flieger und am Flughafen haben wir dann witzigerweise noch einen deutschen Ingenieur getroffen, der uns einige spannende Geschichten über seine Erfahrungen auf indischen Baustellen erzählt hat.
Oh ja, im Flieger haben wir noch einen extrem fröhlichen Inder kennengelernt, der mich aber dann leider im Verlaufe des Fluges mit christlichen Prophezeiungen zugemüllt hat und mich dazu bringen wollte, jeden Tag eine Stunde in der Bibel zu lesen (und meine Email Addresse wollte er natürlich auch).

So, hier ist es jetzt schon 20.45 und ich geh jetzt mal was essen!


Beste Grüße nach Deutschland und die ganze Welt (und besonders nach Baltimore ;) )

P.S. Hier noch ein paar Bilder der letzten Reisetage:

Blick vom Balkon in Manali


Rathaus Shimla


Auf dem Chaostrip in Shimla


Blick vom Toy Train aus

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Samstag, 29. August 2009
Bilder!
Das ist der Blick aus unserem Hotel in Delhi


Hier mit einem lustigen Inder vor Qutab Minar


Und hier ein Bild vom Wasserfall-Trek in Rishikesh


NOCH EIN PAAR MEHR BILDER:

Indischer Regenwald bei Rishikesh


Chillout in Rishikesh


Rishikesh at night


Auf knapp 5500 Metern!!!


Vor dem Zeltcamp (Busfahrt Leh-Manali)

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Freitag, 28. August 2009
Manali!
So, ich schreibe nun aus Manali, dass wir nach einer sehr strapazioesen, zweitaegigen Busfahrt erreicht haben. Es ging auf holprigsten Schotterwegen auf Gebirgspaessen von teilweise ueber 5000 Metern mit wunderbaren Views auf das Himalaya, aber auch mit extrem duenner Luft... Ich litt dann auch gestern ziemlich an der Hoehenkrankheit, aber ca 5 Paracetamol haben mich gerettet! Abends haben wir dann in einem Zeltlager auf Feldbetten uebernachtet. Auf der Fahrt haben wir einige interessante Leute kennengelernt, darunter ein belgisches Ehepaar, sowie ein amerikanisches Ehepaar, die schon dermassen viel gesehen haben von diesem Planeten, dass es stets sehr spannend war zuzuhoeren.
Jetzt gleich gehts ab zur Massage und dann morgen endlich mal Rafting (steht ja schon laenger auf dem Plan...).

Beste Backpackergruesse

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Dienstag, 25. August 2009
LEH!
So, nun folgt mal mein erster laengerer Blogeintrag, in dem ich versuche, die aufregenden Erfahrungen der letzten Tage zusammenzufassen.

Unsere Nachtbusfahrt von Delhi nach Rishikesh war schon mal ein Highlight. Klappriger alter ( Deluxe Tourist :) ) Bus, zunaechst merkwuerdige Mitreisende, die der Busfahrer schwarz durch halb Delhi gekarrt hat, gewagte Ueberholmanoever alle paar Minuten – das alles fuer ca 8,5 Stunden = Null Schlaf!

In Rishikesh (Yoga-Welthauptstadt in schoener Lage am Ganges) haben wir eine super Unterkunft fuer 300 Rupien ( Ca 4 Euro) bezogen und haben einen kleinen Trek zu zwei kleinen Wasserfaellen gemacht. Dann gut geschlafen und am naechsten Tag sehr gut gechillt – diverse Rooftop Bars mit Kissenlagern und super entspannter Aussicht luden hierzu ein. Yoga haben wir mal ausgelassen, aber schon freaky was hier fuer eine Atmosphaere herrscht. Ein grosser Anteil der Touris kommt hierhin, um sich in den verschiedensten Yogatechniken ausbilden zu lassen und ein Hauch Esotherik schwebt in der Luft.
Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Reiseziel Leh hoch oben im Norden Indien sollte Rishikesh eigentlich nur ein Zwischenstopp sein. Uns fiel dann auf, dass unsere urspruengliche (relativ laxe ;) ) Planung wohl zeitlich nicht mehr ganz klappen wird. Wir wollten auf dem Landweg nach Leh und von dort zurueck nach Delhi fliegen, dann direkt weiter nach Ahmedabad. Fluege von Leh nach Delhi, waren aber leider alle schon weg und alles auf dem Landweg haette zu lange gedauert... Was nun? In India everything is possible... Und so kam Plan B ins Spiel: Mit einem Taxi zurueck nach Delhi, von dort aus nach Leh fliegen und dann ueber den Landweg zurueck. Also ab ins naechste Reisebuero und – LAEUFT!

Die Taxifahrt war allerdings reinster Nervenkitzel. Gebucht mit der Intention eine wesentlich entspanntere Reise zu haben als per Bus, stellten wir schnell fest, dass wir hier sicher noch weniger Chancen auf eine gute Dosis Schlaf bekommen werden. Nur ein paar kurze Fakten: Fahrtzeit ca 4 Stunden (halbe Busfahrtzeit!), 4 Vollbremsungen mitten auf dem Highway, einige der nervenaufreibensten Ueberholmanoever, die ich jemals miterlebt habe (und ihr kennt meinen Dad :) ).

Naja, angekommen sind wir und am Delhi Airport fanden wir ein wenig Ruhe. Im Check-In Bereich haben wir dann lustigerweise noch Tristan und Bettina getroffen, die einen anderen Flieger anvisierten. Was fuer ein Zufall! Die beiden haben eine andere Route im Sinn und wir werden sie in Ahmedabad wiedertreffen.

Dann im Flieger nach Leh auf ueber 3000 Meter Hoehe. Wahnsinnig schoenes Panorama waehrend des Fluges und eine abenteuerliche Landung. Hier haben wir wieder eine schoene Unterkunft und grade eben hatten wir ein sehr leckeres tibetisches Lunch. Die Luft ist wunderbar klar und rein, allerdings auch sehr duenn aufgraund der Hoehe, was uns noch ein bisschen zu schaffen macht. Daher relaxen wir heute nur und gehen frueh schlafen – morgen steht eine Rafting Tour im Hindus auf dem Programm! Uebermorgen ganz frueh werden wir dann eine weltweit zweithoechste Busroute in Angriff nehmen mit einem Zeltlager Nachtstopp auf dem Weg.

In 3 Tagen dann werde ich mich wieder aus Manali melden! Bislang ist es ein saugeiler Trip! Mein Magen ist durch Verzehr von diversen Immodiums, Okoubakas und Elektrolytdrinks auch wieder einigermassen in Schwung und scheint den Delhi Belly uerberwunden zu haben :)

Also beste Backpacker Gruesse an Euch alle aus dem Himalaya!



P.S. Bilder werde ich in ein paar Stunden hochladen – zurzeit ist die Verbindung hier extrem langsam!

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Samstag, 22. August 2009
Delhi!
Gestern abend mussten wir am Flughafen (der Flug mit GoAir war ueberraschend gut fuer gut 20 Euro) 2,5 Stunden auf ein Prepaid Taxi warten, da unser eigentlich bestellter Fahrservice vom Hotel aufgrund eines Riesenstaus nicht bis zum Flughafen kam... Sind dann mit einer netten Franzoesin in die City gefahren und haben gluecklicherweise auch in ihrem Hotel noch Zimmer bekommen - waere wohl etwas gefaehrlich geworden, wenn wir bis zu unserem eigentlich angedachten Hotel zu Fuss gegangen waeren...

Heute war dann Sightseeing angesagt. Zwei sehr schoene Temprlgaerten, Qutab Minar und das rote Fort standen auf dem Programm. Letzteres befindet sich in Old Delhi - das war krass. Der Verkehr und so unfassbar viele Menschen auf so wenig Raum... Und ueberall wird gehandelt und Rikschafahrer, Motorraeder, Gehupe... Das war Delhi pur!!! Ausserdem ist es auch etwas warm... Also ich schwitze ja jetzt nicht sooo viel aber... ;)

So gleich gehts weiter mit einem Nachtbus fuer Touristen nach Rishikesh in die Berge...

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Donnerstag, 20. August 2009
Angekommen!
So, wir sind nun in unserem Hotel für die erste Nacht in Ahmedabad angekommen. Der Flug war spitze (brandneue Maschine, guter Service und Komfort). Dann stiegen wir aus und boom was für eine drückende Hitze trotz 22.30h Ortszeit. Zuerst wurde dann unsere Temperatur gemessen und wir haben Mundschutzmasken bekommen - Schweinegrippe! Sind dann von einem hoteleigenen Fahrer abgeholt worden und der Weg war schon ein Abenteuer. Wenn man bei uns blinkt, wird hier gehupt. Wir waren dann auch schon sprachlos, als wir durch ein völlig abgewracktes Viertel gefahren sind mit zahllosen Menschen, die auf dem Bürgersteig liegen, herumlaufende Hunde überall mitten auf der Straße und Kühe zwischendurch. Als wir dann in die Einfahrt unseres Hotels einbiegen wollten, war diese von einer auf der Straße liegenden vierköpfigen Familie versperrt...
Mussten das auch erstmal sacken lassen und kommen grade im echt guten Hotel etwas runter...

Soviel von mir fürs erste!

Grüße

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Dienstag, 18. August 2009
Auf gehts!!!
In diesem Blog könnt ihr meinen viermonatigen Auslandsaufenthalt in Indien verfolgen. Ich werde mich bemühen, den Blog regelmäßig zu aktualisieren und mit Bildern und den ein oder anderen lustigen Storys zu spicken.

Am Donnerstag gehts los! Gemeinsam mit Clemens (Kommilitone us Kölle) mit Air India direkt nach Ahmedabad in den Westen Indiens...

Sachen sind natürlich noch nicht gepackt (obwohl der Globetrotter in Köln heut schon gut leergeräumt wurde ;) ), aber im Großen und Ganzen bin ich soweit topvorbereitet...

Wird auf jeden Fall ein Riesenabenteuer!!!!!!!!!!!

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